Die Zukunft von PHP

Schon seit längerem ist bekannt, dass die PHP4 Entwicklung am 31.12.07 endet und Sicherheitpatches soll es maximal noch bis zum 8. August 2008 geben (vgl. auch golem.de).

Zeit sich genauer umzuhören, wie denn die Zukunft von PHP so aussieht. Durch einen Artikel auf golem.de (Umstieg auf PHP 6 könnte schmerzhaft werden) sind wir unter anderem auch weider auf das Thema PHP6 aufmerksam geworden.
In diesem Interview spricht Zend mit Gründer Zeev Suraski über die Eclipse PHP Development Tools (PDT), das nahende Ende von PHP 4 und auch über PHP6.

Entwicklungsumgebungen für PHP gibt es bereits einige. Unsere Favoriten sind da zum einen Eclipse mit entsprechenden PHP Plugins (und PHP Debugger), als auch das Zend Studio
Vor kurzem (September 2007) hat nun Zend eine erste Version der Eclipse PHP Development Tools (PDT) veröffentlicht (vgl. auch tech-nick-blog.de). Laut Aussage von Zeev Suraski und auch nochmal auf trash-wissen.de gut beschrieben fährt Zend dreigleisig, mit dem zunächst kostenlos verfügbaren PDT, dem kommerziellen Zend Studio for Eclipse Beta (Codename Neon), welches die PDT nocheinmal erweitert und dem bewährten, ebenfalls kommerziellen, Zend Studio. Eine Auflistung der Unterschiede der beiden Eclipse Umgebungen PDT und Neon zeigt, dass es sich für professionelle Entwickler, welche Eclipse treu bleiben wollten durchaus lohnt hier etwas zu investieren. Vor allem bekommt man beim Kauf des vollen Zend Studios eine Lizenz für die Eclipse Variante Neon gleich mit dazu.
Zwar steht derzeit laut Suraski nicht fest, ob irgendwann eine der Eclipse Varianten das Zend Studio ablösen wird, aber es ist durchaus möglich, sollte die Nachfrage dahin groß genug sein/werden. Erst mal wird es aber auch auf lange Sicht eine stetige Weiterentwicklung des standalone Studios geben.
Zusammenfassend läst sich sagen, Zend bietet für PHP mehrere sehr gute professionelle Entwicklungsumgebungen, sowohl als standalone (Zend Studio) als auch auf Basis von Eclipse(PDT, Neon, u.A.), wovon eine (PDT) kostenlos ist und ist damit für die Zukunft gut aufgestellt und auch abgesichert.

Zum bevorstehenden aus von PHP4 sagt Suraski einige wichtige Dinge.
Zum einen hat sich gezeigt, und war wohl auch so erwartet, dass es bei der Migration von PHP4 zu PHP5 einige Schwierigkeiten geben wird bzw. gab. Hier lässt sich auch gleich ein Bezug zu PHP6 herstellen wo die Gegebenheiten ähnlich und in einigen Punkten noch komplizierter liegen. Dazu kommt, dass der Sprung von PHP4 direkt auf PHP6 leider nicht Möglich ist, da mit PHP6 frühestens in einem Jahr gerechnet werden darf und da der PHP4 Support schon lang vorüber sein wird.
Die Schwierigkeiten beim Umstieg sind in erster Linie Bequemlichkeit und fehlende Notwendigkeit oder einfach zuwenig Unterstützung der Hoster. PHP4 ist stabil und bietet für die meisten Anwender alles, was sie brauchen. Demnach wäre ein Umstieg auf PHP5 der neuen Features wegen unnötig. Hinzukommt, dass PHP5 an einigen Stellen inkompatibel zu PHP4 ist. Das ist zwar meist an Stellen, wo im Sinne der Qualitätssicherung es durchaus Sinnvoll wäre seinen Code entsprechend zu ändern, was aber ein intensives Testen mit sich bringt.
Es existiert eine detaillierte Auflistung der Änderungen von PHP4 zu PHP5 welcher man entnehmen kann, dass prinzipiell jeder PHP4 Code auch unter PHP5 funktionieren sollte.
Die selben Gründe werden auch PHP6 erst langsam und nach und nach verbreiten, auch wenn laut Suraski viel Wert darauf gelegt wird PHP nicht zu pushen, sondern die Inkompatibilitäten so gering wie möglich zu halten. Er erwähnt auch kurz, dass es eventuell automatische Migrationstools geben könnte.
Mehr über den Umstieg von PHP4 auf 5 oder 5 auf 6 kann man in Stephan’s Blog lesen.

Letztendlich können wir nur empfehlen spätestens jetzt den Umstieg auf PHP5 voll durch zuziehen und dabei bereits auf Kompatibilität zu PHP6 zu achten. Aber, es muss jeder für sich entscheiden wann er in wie fern Zeit investiert die neuen Möglichkeiten von PHP5 zu entdecken aber unterm Strich macht PHP5 einmal eingesetzt richtig Spaß und auf die Neuerungen in PHP6 (bzw. teilweise schon in PHP5.3) freuen wir uns jetzt schon.

Wir nehmen dieses Interview und die heutigen Recherchen zu PHP6 zum Anlass, in der kommenden Woche einige Blogartikel zu veröffentlichen zu den Themen “Neue Features in PHP6 im Detail erklärt”, “PHP6 was wird kommen, was nicht” und “wie teste und entwickle ich jetzt schon in Hinblick auf PHP6″.
Also bei Interesse einfach unseren Feed abonnieren, oder immer wieder mal vorbeischauen.

Wenn dir dieser Beitrag gefällt, lade den Autor doch mal zu einem Drink ein ;-)

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