Ergebnis: Bloggen Namen oder Nick?
Vor kurzem haben wir uns die Frage gestellt, ob man besser unter seinem echten Namen blogt oder lieber einen Nickname benutzt.
Das Thema Bloggen unter realem Namen oder Nickname hat für viel Diskussion im Blog und darüber hinaus gesorgt und wie versprochen werten wir heute die eingegangenen Kommentare und Trackbacks aus.
Das Thema Bloggen unter realem Namen oder Nickname hat für viel Diskussion im Blog und darüber hinaus gesorgt
Bei unseren Überlegungen ging es uns damals hauptsächlich darum, dass einige unserer Blogartikel völlig überzogen kritisiert worden waren und die Kritiken teilweise schon sehr persönlich wurden.
Kritik ist unverzichtbar, egal ob positiv oder negativ, aber man sollte eben fair bleiben. Jeder Blogger weiß, wie viel Arbeit und Recherche teilweise in den Blogbeiträgen steckt.
Umso ärgerlicher ist es dann, wenn unberechtigte Kritiken zum Artikel in Google auftauchen.
Hintergrund ist hier folgender, viele Personalchefs und Kunden schauen bei einer einer Bewerbung, Vorstellung, Präsentation oder was auch immer kurz bei Google vorbei, schließlich möchte man ja wissen, wen man da so einstellt bzw. mit wem man da so zusammenarbeitet.
Genau dies war für uns als Firma der springende Punkt an der Sache.
Ganz ähnlich sieht das z.B. n3or und blogt oder kommentiert deshalb im Internet grundsätzlich unter einem Nick, macht aber kein Geheimnis um seinen realen Namen. Man könnte durch ein paar Minuten Recherche den realen Namen zu seinem Nickname auflösen. Im ersten Moment ist für den Benutzer aber eben einmal nur der Nick sichtbar, das puffert zunächst ab.
M. Weigel ergänzt, dass er eher unter seinem echten Namen schreibt, aber da es in Communities üblich ist unter einem Nickname zu postenund man unter diesem auch schon bekannt ist, macht er es einfach oftmals von der Situation abhängig. Er führt weiter aus, ein kleiner privater Blog kann getrost unter echtem Namen geführt werden Gerald z.B. schreibt einfach unter seinem Vornamen.
Ein gutes Argument stammt von Yannik Eckl, und zwar, wer unter seinem realen Namen blogt macht sich von Anfang an glaubwürdiger, da man sofort erkennen kann wer hinter den Veröffentlichungen steht. Wie er dann auch weiter anmerkt, ist dies aber meistens durch ein Impressum sowieso gegeben, auch wenn ansonsten ein Pseudonym oder Nickname verwendet wird.
Bastian von bash-online.de sagt daher ganz treffend, er wird gerne einfach direkt mit seinem echten (Vor-) Namen angesprochen, so auch dann auf Blogs und Communities, denn letztendlich steht im Impressum ja sowieso der Name des Authors einer Seite. Sollte er zumindest, wenn man keine Lust hat abgemahnt zu werden.
Genauso denkt Max Leon, der Vertrauen und guten Kontakt zu seinen Lesern anstrebt, was zugegeben natürlich mit einem Pseudonym erst mal schwieriger ist.
Ob ein Pseudonym nun einprägsamer als ein echter Name ist, wie Wolkenkratzer anmerkte, konnte nicht vollständig geklärt werden. Denn, wie GrossOut richtig sagt, kommt es einfach drauf an. Den basicthinking Blog von Robert Basic kennt fast jeder, aber ein Pseudonym wie problogger ist natürlich auch sehr einprägsam.
Bisher kann man also sagen, es bietet sich an, wenn man sich sorgt, dass sein echter Name “Schaden” nehmen könnte, dass man einfach unter einem Pseudonym schreibt, aber durch das Impressum immer noch voll hinter seinen Aussagen und Texten stehen kann und auch dadurch wie man schreibt deutlich machen kann, dass einem das Alles ernst ist. Man verhindert einfach, wie Mario sagt, “Niemand sollte seinen Namen und eigenen Beiträge bei Google wieder entdecken müssen, egal wie unscheinbar und langweilig das Thema mal war”.
In einem Beitrag zu Nickname oder Realname – das ist hier die Frage beschreibt der Autor, dass er nicht nur unter einem Pseudonym, sondern ganz Anonym blogt. Es ist ihm wichtig, dass Bekannte, Familie und Vorgesetzte einfach nicht ganz öffentlich seine Meinung über kritische Themen nachlesen können, welche er gerne Preis gibt, aber nicht möchte, dass seine Aussagen negativ auf seine Person, nicht nur seinen Namen zurückfallen. Das ist also ein ganz anderer Aspekt, der Schutz der Person durch ein Pseudonym, welches anonym macht. Bleibt halt die Frage nach der Haftung im Impressum.
Auch interessant ist, dass Reto Stauss z.B. zunächst auch Anonym geschrieben, dann aber den Schritt in die Öffentlichkeit gemacht hat. Gerade aus dem genannten Grund, um hinter dem zu stehen, was man veröffentlicht, auch auf die Gefahr hin, dann den eigenen Namen “der Welt zum Fraße vorzuwerfen”.
Ein weiterer Aspekt kam von Simon Clumbus, er trägt diesen Namen als offiziellen Künstlernamen. Tritt also unter einem Pseudonym, als Markenzeichen auf – u.a. auch im Internet, achtet hierbei aber darauf, dass er das was er schreibt auch vertritt und es so nicht irgendwann auf Ihn zurückfallen kann.
Aus dem Unterneuntupfingblog kam noch der Hinweis, dass es manchmal leider auch “destruktiv” veranlagte Menschen gibt, die aus reiner Zerstörungswut und Spaß an Sabotage mit der Macht von Suchmaschinen Namen, Nicks Blogs und Communities niedermachen. Da ist man vor allem als Familienvater, mit Themen zu Politik und Gesellschaft froh auf manche Dinge, dann am Stammtisch, nicht angesprochen zu werden. Auch wir mussten leider erfahren das nach unserem ersten Artikel zu diesem Thema jemand meinte er müsse sich einen Spaß daraus machen unsere Namen explizit nochmals in einem negativen Kontext zu erwähnen.
Zu guter Letzt noch ein sehr ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema von hQuadr unter Ich schreibe, also bin ich! Wo noch mal klar wird, dass es einen Unterschied macht, ob man Anonym blogt um zu verhindern, dass der reale Name überhaupt mit den Beiträgen in Zusammenhang gebracht werden kann, oder ob man einfach mal nen Nickname vor schickt, auf seinem Blog dann aber im Impressum (oder sonst wo) seinen Namen nennt und so voll hinter dem steht, was man schreibt. Aber so eben den echten Namen erst einmal aus Google und Co. heraushält oder eben ganz offen unter seinem Namen schreibt.
Für ilimitado bleibt es dabei, im Blog und in Kommentaren schreiben wir nicht Anonym, aber unter einem Pseudonym. Man sieht anhand der vielen Reaktionen, dass dieses Thema jeden irgendwie interessiert und auch direkt betrifft. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen und so seinen Weg finden. Wir persönlich finden aber das trotz allem, der reale Name zumindest im Impressum oder in einer “Über mich” Seite einmal kurz auftauchen sollte. Damit man wiederum weiß, mit wem man es zu tun hat
. So schließt sich der Kreis und wir bedanken uns bei allen die mitgemacht haben!
Tags: blog, impressum, Internet, pseudonym

[...] Link to Article google Ergebnis: Bloggen Namen oder Nick? » Posted at ilimitado Web Entwickler [...]
[...] Das wollte der Blog ilmitado herausfinden, weshalb sie vor ein paar Wochen einen Artikel erstellten, der dieses Thema behandelt hatte. Nun haben sie die Resonanz, die sie erhielten, einmal ausgewertet. [...]
[...] Frage hatte vor einiger Zeit der ilimitado-Blog gestellt. Neben den Beweggründen werden noch einige Meinungen von anderen Blogs [...]
[...] Ich habe nicht zu verbergen. Die komplette Auswertung findet Ihr auf dem ilimitado-Blog: Ergebnis: Bloggen Namen oder Nick tags: bloggen, nickname, realname | kategorie: web | Gelesen: 1 · | heute: 1 [...]
[...] Bei Limitado gibt es das Ergebnis zu der Umfrage, ob man mit echtem Namen oder lieber mit seinem Nick bloggen sollte. [...]
Der Name alleine hat mit der Glaubwürdigkeit meines Erachtens wenig zu tun. Die Glaubwürdigkeit eines Bloggers steigt vielmehr, wenn dieser bestimmte Qualifikationen vorweisen kann und diese auch auf der “Über mich”-Seite oder sonstwo im Blog vermerkt, oder wenn er zu seinen Aussagen Quellen nennt. Der Name kann – denke ich – grundsätzlich nur dann eine Bedeutung hinsichtlich der Kompetenz eines Bloggers haben, wenn ein akademischer Grad vorangestellt ist. Man kann bspw. von einem Dr. med. Klaus Mustermann eine qualifizierte Aussage zur Medikation einer arteriellen Hypertonie erwarten – alleine durch Kenntnis seines Namens + akad. Grades.
Wenn Yannick Eckl unter dem Namen “Blogschrotter” bloggen würde und seinen realen Namen nicht nennt (außer im Impressum, versteht sich), im Blog aber anmerkt, dass er Informatik studiert hat, dann würde ich seinem Artikel über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Browser mehr Glauben schenken, als wenn er zwar überall anmerkt, dass er Yannick E. heißt, sonst aber keine Informationen über Ausbildung und Wissensstand vorliegen.
Das zumindest zu den Fachblogs, bei privaten stellt sich die Frage nach Glaubwürdigkeit und Kompetenz ja nicht wirklich, da die Auswirkungen einer Falschinformation meist nicht so erheblich wären und man diese im Allgemeinen nicht zur Weiterbildung und gezielten Information besucht.
Viele Grüße
Michael
[...] habe ich auf einen Artikel des Limitado-Blogs verlinkt, der sich mit der Frage auseinander gesetzt hat, ob man unter seinem echten Namen oder [...]
“Wir persönlich finden aber das trotz allem, der reale Name zumindest im Impressum oder in einer “Über mich” Seite einmal kurz auftauchen sollte. Damit man wiederum weiß, mit wem man es zu tun hat”
Wollte nur mal anmerken, das ein Impressum mit RICHTIGEN Namen vorhanden sein MUSS.
Nicht das bei der Aussage oben der Verdacht aufkommt, das man in ein Impressum reinschreiben kann was man will oder wenn man keine Lust hat, es auch ganz weglassen kann
Das trifft aber auch nur soweit zu, wie es die Richtlinien des jeweiligen Landes vorsehen, wo die Website gehostet ist. In der Schweiz herrscht z.B keine bekannte Impressumspflicht.